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Was ist Akupunktur? Durch Einstich von sehr dünnen Stahlnadeln in die Haut und darunter liegende Gewebe kommt es zur Reizung von Reflexpunkten. Ziel ist die Wiederherstellung und Harmonisierung gestörter Funktionskreise des Organismus.
Wie lange dauert die Therapie? Im Normalfall
werden 8 – 15 Sitzungen benötigt, die meist im Wochenabstand durchgeführt
werden. Jede Sitzung mit Körperakupunktur nimmt ungefähr eine halbe
Stunde, reine Ohrakupunktur oder Laserakupunktur nur einige Minuten in
Anspruch. Wiederholung der Akupunkturserie bei Bedarf üblicherweise
nach 1 Jahr, bei chronisch – wiederkehrenden Erkrankungen schon in 3
– 6 Monaten.
Wann tritt der therapeutische Effekt
ein und wie lange hält er an? Ein positiver
therapeutischer Effekt kann sich entweder schon nach der ersten Sitzung
oder erst nach der vierten bis fünften
Behandlung einstellen. Manchmal kommt es zur sog. Erstverschlimmerung
nach der ersten Sitzung – ein positiv zu bewertendes Zeichen, dem fast
immer ein Rückgang der Beschwerden folgt. Es kommt natürlich
auch gelegentlich vor, dass ein Patient auf die Therapie überhaupt
nicht anspricht. Bei ausbleibendem Erfolg nach den ersten fünf bis
sieben Sitzungen ist es sinnvoll, einen
Behandlungsversuch mit einer anderen ganzheitlich orientierten
Therapieform anzuschließen. Ist das Nadelsetzen immer
schmerzhaft? An einigen Punkten
kann der Einstich der Nadel bei bestimmten Patienten durchaus
geringfügig schmerzhaft sein. In der Regel wird er aber als eine "seltsame, aber
nicht unangenehme Sensation" beschrieben (wird in der Akupunktur als
sog. De-Qi-Gefühl bezeichnet, das zwar immer angestrebt wird, aber an
manchen Punkten nicht auslösbar ist). Muss
der Patient an den Effekt der
Akupunktur glauben? Nein, das haben
diverse wissenschaftliche Studien ergeben. Dagegen spricht auch die
Tatsache, dass Akupunktur bei Tieren erfolgreich eingesetzt wird.
Abgesehen davon ist es natürlich bei jeder Therapieform hilfreich, wenn
sowohl Patient als auch Therapeut positiv eingestellt sind. Können mehrere Erkrankungen
gleichzeitig behandelt werden? Akupunktureingeweihte
wissen: das ist ja gerade das Schöne – eine Regulationstherapie (wie
auch die Osteopathie und andere komplementärmedizinische
Therapieformen) wirkt auf den ganzen Körper. Wozu überhaupt ganzheitliche
Therapieformen? Zweifellos leistet
unsere konventionelle Medizin Großartiges. Es gibt jedoch Leiden, bei
denen komplementärmedizinische Methoden wie z.B. Akupunktur und
Osteopathie, einfach besser sind: ohne schädliche Nebenwirkungen
gelingt es, Patienten oft jahrelang beschwerdefrei zu halten,
Medikamente auf ein Minimum zu beschränken und so die Lebensqualität
erheblich zu verbessern. Das gilt besonders für rheumatische
Beschwerden, Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür, Colitis,
Asthma, Neuralgien, Allergien, Migräne und Kopfschmerzen,
Regelschmerzen... Trotz des breiten
Anwendungsspektrums und der hohen Erfolgsquoten werden komplementärmedizinische
Methoden meist erst nach langem Leidensweg und nach Anwendung oft sehr
aggressiver konventioneller Methoden versucht. Im Idealfall sollten
jedoch ganzheitliche Methoden nicht nur nach, sondern vor, bzw. gleichzeitig
mit anderen Therapieformen verwendet werden.
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